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Bei der Baureihe Primus handelt es sich um verschlossene Zellen
mit innerem Sauerstoffverzehr. Als Elektroden kommen Gitterplatten mit
besonderer Legierung zum Einsatz, die eine hohe mechanische
Widerstandsfähigkeit aufweisen. Der flüssige Elektrolyt
(Schwefelsäure) ist in hochporösen Separatoren aus Mikrofiberglas
festgelegt. Sie sind für einen weiten Anwendungsbereich geeignet, ganz
besonders dort wo wenig Inspektionsaufwand und geringer Platzbedarf besonders
wichtig sind. Die Baureihe Primus entspricht in ihrem Aufbau dem neuesten Stand
der Technik.
Mit diesen Batterien sind folgende Vorzüge verbunden:
- Die Blöcke/Zellen bedürfen nur eines geringen Inspektionsaufwandes, der
sich auf die Überprüfung des einwandfreien Sitzes der Blockverbinder
und der Messung der Zellen- bzw. Blockspannung
beschränkt. Ein Nachfüllen von destilliertem Wasser zum Ausgleich von
Elektrolytverlusten ist nicht möglich.
- Unter normalen Betriebsbedingungen und bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
sind die Anforderungen an das System im Bezug auf die einzuhaltenden
Lüftungsbedingungen gem. DIN EN 50272-2 nur gering.
- Durch das im Normalbetrieb komplett geschlossene System ist betriebsbedingt nicht
mit dem Austritt von Elektrolyt (Schwefelsäure) zu rechnen.
- Blöcke/Zellen der Baureihe Primus haben bei einer Umgebungstemperatur von 20°C
eine Gebrauchsdauer von 10-12 Jahren (High Performance gem. EUROBAT). Das Überschreiten
der Grenztemperatur von 45°C ist unzulässig, dauernde Betriebstemperaturen
größer 40°C sind zu vermeiden.
- Durch kompakten Aufbau ist der Platzbedarf gegenüber Batterien in
geschlossener Bauart gleicher Leistungsgröße bedeutend geringer.
- Durch ein großes Sortiment an Blockverbindern können die Blöcke/Zellen
optimal den Aufstellungsbedingungen im Zusammenhang mit Gestellen, Batteriefächern
und Batterieschränken angepasst werden.
- Die Zellengefäße sind aus stoßfestem ABS-Kunststoff. Das Material
ist gasundurchlässig und nach dem Ende der Gebrauchsdauer wiederverwertbar.
- Ein Überdruckventil zum Zwecke des Gasaustritts bei Überladung verhindert
eine Beschädigung des Zellengefäßes.
- Ladespannungen
- Die Erhaltungsladespannung der Batterie beträgt 2,275 V/Zelle bei 20°C Umgebungstemperatur.
Bei starken Abweichungen der Umgebungstemperatur ist eine Temperaturkompensation der Ladespannung
vorzusehen. Weitere Informationen zur Ladung der Batterie entnehmen Sie bitte der jeweils der
Batterie beigefügten Gebrauchsanweisung.
- Ladeströme
- Bleibatterien der Baureihe Primus sollten nur mit elektronischer Strombegrenzung und
Erhaltungsladespannung geladen werden. Die Strombegrenzung ist auf einen Wert von
10 A je 100 Ah Nennkapazität einzustellen.
- Überlagerte Wechselströme (Restwelligkeit)
- Ein zu hoher Restwelligkeitsstrom, verursacht vom Ladegerät bzw. angeschlossenen
Verbrauchern, kann die Batterie dauernd schädigen und die Gebrauchsdauer
verkürzen. Es ist daher erforderlich, den Restwelligkeitsstrom auf max. 5 A je
100 Ah Nennkapazität zu begrenzen.
- Selbstentladung und Lagerung
- Die Selbstentladung der Bleibatterien der Baureihe Primus ist
wie bei allen Batterien temperaturabhängig
und beträgt:
3...4 % pro Monat bei 20°C
6...7 % pro Monat bei 30°C
12 % pro Monat bei 40°C
Um die Batterien nach längerer Einlagerung problemlos wieder aufladen zu
können, wird empfohlen, die Lagerzeit zu begrenzen auf:
6 Monate bei 20°C
4 Monate bei 30°C
2 Monate bei 40°C
- Korrekturfaktoren für die Leistungsdaten
- Kapazitäten und Entladeströme sind temperaturabhängig und
verändern sich bei niedrigeren Umgebungstemperaturen gem. nachfolgender
Tabelle:
Temperatur [°C] |
% von CN bei 10-stündiger Entladung |
| 20 |
100 |
| 15 |
96 |
| 10 |
94 |
| 5 |
90 |
| 0 |
82 |
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