Geschlossene Bleibatterien

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Die OPzS-Blockbatterien entsprechen der DIN 40737 Teil 3. Für ein Maximum an Sicherheit gegenüber äußeren Einwirkungen sorgen Gefäße aus hochwertigem SAN-Kunststoff, glasklar, säurebeständig, stoß- und schlagfest.

Perfektion auch im Innenleben. Die positive Elektrode (Panzerplatte) besteht aus 19 nebeneinanderliegenden Röhrchen aus einer antimonarmen, feinkörnigen Legierung. Mit einem Antimonanteil von weit unter 3 % sind die Bedingungen der DIN VDE 0510 Teil 2 (Abschnitt 7.1) im Bezug auf die Reduzierung der stündlich auszutauschenden Luftmenge gegeben.

Die negativen Gitterplatten bestehen aus einer Hartbleilegierung mit mittlerem Antimongehalt. Sie gewährleisten durch ihre geometrische Gestaltung gleichermaßen eine gute Stromleitfähigkeit sowie eine sichere Verankerung der Masse.

Die Poldurchführungen sind auf Lebensdauer elektrolyt- und gasdicht. Das Besondere daran ist, dass der Pol von einem Kunststoffeinsatzteil umschlossen wird, wobei der Raum zwischen Pol und Kunststoffteil dauerhaft dicht und mechanisch fest mit Epoxydharz vergossen ist. Die Baueinheit mit mehrfach geführten O-Ringen als Dichtelement befindet sich in dem als Wanne ausgebildeten Deckeleinsatz. Diese spezielle Konstruktion bietet somit Dichtigkeit und Flexibilität. Sicherheit und Wartungsarmut sind deshalb bei Polwachstum auch nach Jahren gewährleistet.

Die berührungssicheren, flexiblen Kabelverbinder sind montagefreundlich verschraubt und gegen Lösen gesichert.

Ladespannungen
(Betriebsarten gem. DIN VDE 0510 Teil 2 Abschnitt 2.2)
Bereitschaftsparallelbetrieb
    Erhaltungsladung: 2,23 V/Zelle +/- 1 %
    Schnellladung: 2,33...2,40 V/Zelle
Pufferbetrieb: 2,25...2,30 V/Zelle
Umschaltbetrieb: 2,60...2,75 V/Zelle
Batteriebetrieb: 2,60...2,75 V/Zelle
Für genaue Informationen bezüglich der anzuwendenden Ladeverfahren ist die Gebrauchsanweisung einzusehen.
Ladeströme
Die Ladeströme sind bis 2,4 V/Zelle nicht begrenzt. Bei Überschreitungen dieser Ladespannung entsteht eine stärkere Wasserzersetzung, was einen höheren Wasserverbrauch zur Folge hat. Die nachfolgend aufgezeigten Ladeströme je 100 Ah Nennkapazität dürfen nicht überschritten werden.
LadeverfahrenLadestromZellenspannung
I-Kennlinie5,0 A2,60...2,75 V
W-Kennlinie7,0 Abei 2,40 V
3,5 Abei 2,65 V
Überlagerte Wechselströme
Beim Aufladen bis 2,4 V/Zelle darf der Effektivwert des Wechselstroms zeitweise max. 20 A je 100 Ah Nennkapazität betragen. Über 2,4 V/Zelle dürfen 10 A je 100 Ah Nennkapazität nicht überschritten werden. Im vollgeladenen Zustand bei einer Ladespannung von 2,23 bis 2,30 V/Zelle darf der Effektivwert des Wechselstromes 5 A je 100 Ah Nennkapazität nicht überschreiten.
Temperatur
Der empfohlene Betriebstemperaturbereich für Bleibatterien beträgt 10...30°C. Die technischen Daten beziehen sich immer auf die Nenntemperatur von 20°C. Der ideale Betriebstemperaturbereich beträgt 20°C +/- 5°C. Höhere Temperaturen verkürzen die Brauchbarkeitsdauer. Niedrige Temperaturen verringern die verfügbare Kapazität. Das Überschreiten der Grenztemperatur von 55°C ist nicht zulässig.
Temperaturabhängige Ladespannung
Innerhalb der Betriebstemperatur von 10...30°C ist eine temperaturabhängige Anpassung der Ladespannung nicht erforderlich.
Bei einem Temperaturbereich kleiner als 10°C oder größer als 30°C sollte eine temperaturabhängige Anpassung der Ladespannung erfolgen. Der Temperaturkorrekturfaktor dafür beträgt -0,004 V/Zelle je °C. Beträgt die Temperatur ständig mehr als 40°C, ist ein Faktor von -0,003 V/Zelle je °C anzusetzen.
Elektrolyt
Der Elektrolyt ist verdünnte Schwefelsäure. Die Nenndichte des Elektrolyten bezieht sich auf eine Temperatur von 20°C und beträgt 1,24 kg/l im vollgeladenen Zustand bei Nennelektrolytstand. Die zulässige Abweichung beträgt +/- 0,01 kg/l. Höhere Temperaturen verringern die Elektrolytdichte, tiefere Temperaturen erhöhen die Elektrolytdichte. Der zugehörige Korrekturfaktor beträgt 0,0007 kg/l je °C.

Weitere Informationen

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Letzte Änderung: 2011-06-15